PinkCop Schweiz | Hass-Gewalt
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Hass-Gewalt

Bei Fragen zu Hassgewalt

LGBT-Helpline

0800 133 133

Was ist homo- oder transphobe Gewalt?

Wenn eine Person aus Hass oder Vorurteil gegen Schwule, Lesben oder Transgender eine Gewalttat (dazu zählen auch Sexualdelikte) gegen diese begeht, nennt sich dies homo- oder transphobe Gewalt. Unter Experten ist jedoch der englische Begriff Hatecrime oder Biascrime (Bias = Vorurteil) geläufiger. Falls du Opfer einer solchen Tat geworden bist und dich mit Unsicherheit plagst, was du genau tun sollst, geben wir dir hier ein paar Tips.

Ich bin unmittelbar Opfer einer Gewalttat geworden.

Ich merke mir das Signalement des Täters und die Fluchtrichtung.

Ich rufe sofort die Polizei über die Notrufnummer 117

Allenfalls bitte ich Zeugen, vor Ort zu bleiben.

Ich habe Hemmungen oder Angst zur Polizei zu gehen.

Diese Angst ist nachvollziehbar, aber in den meisten Fällen unbegründet. Aus der Stadt Zürich zum Beispiel können wir eine hohe Professionalität der Polizistinnen und Polizisten attestieren. Auch aus anderen Kantonen haben wir schon Gutes gehört.

Falls du dir unsicher bist, was du genau tun könntest oder Hemmungen hast zur Polizei zu gehen, kannst du dich auch an uns wenden. Wir werden versuchen, dich kompetent zu beraten, was deine Möglichkeiten in einem speziellen Fall sind und wohin zu gehen kannst.

LGBT-Helpline kann dir helfen

Seit Juni 2016 existiert die LGBT-Helpline, auf welcher du Beratung zu trans- oder homophober Gewalt oder Diskriminierung findest. Sie wurde zusammen mit den Organisationen „Transgender Network Schweiz“, LOS, PinkCross, Rainbowline und PinkCop ins Leben gerufen. Ziel ist es eine einheitliche Plattform für alle Menschen der LGBT Community zu schaffen, um euch zu beraten, Vorfälle zu melden und für euch da zu sein.

Unter www.lgbt-helpline.ch erreichst du die Website.

Unter 0800 133 133 erreichst du eine Beratungsperson, falls du ein persönliches Gespräch wünschst.

Was kann Statistisch über Hatecrime nachgewiesen werden?

In der Schweiz existieren weder anerkannte Studien über dieses Phänomen, noch offizielle Statistiken.

Es existiert jedoch eine kleine Studie, welche aufzeigt, dass das Phänomen zwar sehr selten ist, jedoch bei vielen immer noch viel Respekt oder sogar Angst erzeugt. Vor allem bei Transmenschen ist die Angst sehr verbreitet, Opfer einer transphoben Gewalttat zu werden.

Hier ist zu hoffen, dass die Wissenschaft sich diesem Phänomen irgendwann seriös annimmt, oder dass offizielle Statistiken in anonymisierter Form geschaffen werden, um beziffern zu können, wie schlimm es sich tatsächlich verhält in der Schweiz.