PinkCop Schweiz | Geschichte
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Geschichte

Vorgeschichte

Gegen Ende 2007 bestand eine lose Gruppe aus lesbischen und schwulen PolizistInnen, welche sich regelmässig trafen, Spass hatten und sich austauschten. Der Gründungsvorstand des Vereins kannte sich schon seit 2005. Schon länger bezeichneten wir uns scherzhaft als „PinkCops“ und je länger je mehr kamen aus unserem Umfeld weitere homosexuelle PolizistInnen dazu, welche mit uns feierten und Spass hatten, aber sich auch über Probleme austauschten. Für viele war es das zum ersten Mal möglich völlig frei mit anderen schwulen oder lesbischen ArbeitskollegInnen über ihre Sorgen zu reden (bis dato verzeichnen wir leider keine Transgender bei uns). Aus diesem Gedanken heraus erwachte der Wunsch nach einem Verein, welcher genau diese Kontakte förderte und kleinere Projekte zur Akzeptanzförderung durchführt.

Gründung

So wurde am 23. Februar 2008 der Verein in Zürich gegründet. Aus den damals 21 Gründungsmitgliern aus dem Raum Zürich sind mittlerweile weit über 100 in der ganzen Schweiz geworden.. Vor allem mit Mund-zu-Mund-Propaganda konnte die Mitgliederzahl im ersten Vereinsjahr mehr als verdoppelt werden. Unser Gründungsort – das Schwanenbeizli im Zürcher Kreis 5 – gibt es leider nicht mehr.

… bis heute

Mittlerweile haben wir vieles erreichen können. Aus den wenigen Mitgliedern in Zürich sind viele in der ganzen Schweiz geworden. Mittlerweile existieren Ballungszentren rund um Basel, Bern, Lausanne, Luzern und Genf. Unsere regelmässigen Stammtische finden nun in der ganzen Schweiz statt und konzentrieren sich nicht mehr nur noch auf Zürich.
2009 organisierten wir in Zusammenarbeit mit der Europride 09 die erste Polizeikonferenz zum Thema „Homosexualität und Polizei“ in Zürich. Dazu luden wir alle Polizeikorps der Schweiz ein. Aus diesem Engagement erhielten wir auch diversen Platz in verschiedenen Printmedien der Schweiz. So war unser erster sehr prominenter Auftritt in der Pendlerzeitung 20 Minuten. In der Folge wuchsen diverse Projekte, wie zum Beispiel das Flyerprojekt, in welchem wir in Zusammenarbeit mit Partnervereinen wie PinkCross, LOS, Transgender Network Schweiz und Rainbowline einen Gewaltschutzflyer kreierten, welcher die LGBT-Community, bzw. Personen welche Probleme oder Ängste haben, eine homophobe Straftat der Polizei zu melden, dazu animieren soll.

Bei der Stadtpolizei Zürich geniessen wir mittlerweile den Status eines Personalvertreters für die LGBT-Community.

Ebenfalls 2009 führten wir den ersten Unterricht über „Homosexualität und Polizei“ in der Polizeischule der Stadt Zürich. Beim Zusammenschluss zur gemeinsamen Polizeischule des Kantons Zürich erhielten wir verdankenswerterweise einen Platz und unterrichten nun die Polizeischüler des ganzen Kantons in dieser Thematik. Immer wieder passten wir den Unterricht an und verglichen ihn auch mit unseren internationalen Partnern, so dass wir heute meist sehr gute Resonanz aus dem Schulklassen erhalten.
Von diversen Organisationen wurden wir bereits als Experten in diese Thematik eingeladen und hielten dazu Vorträge.

Seit 2010 ist PinkCop Mitglied bei der europäischen Dachorgansiation „European Gaypolice Association“ mit Sitz in Amsterdam. Mit diesem ist es uns möglich, uns international zu vernetzen und uns Know-How aus verschiedenen Ländern zu eigen zu machen. Im Zuge dieses Engagements besuchen wir regelmässig auch Events von ILGA-Europe und MANEO, mit welchen wir uns ebenfalls in der Thematik „Hatecrime“ austauschen und gut vernetzt haben. Die internationalen Beziehungen helfen uns vielfach bei der Bewältigung von Themen und Problemen in der Schweiz und schaffen zudem eine Bekanntheit der Thematik über die Grenzen hinaus.

Zudem sind wir seit 2013 Mitglied der neu ins Leben gerufenen nationalen Vorstandskonferenz für LGBT-Vereine, bei welcher wir uns regelmässig über nationale Themen austauschen.